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Südtiroler Bergbaumuseum Ridnaun Schneeberg im Wipptal

 

Südtiroler Bergbaumuseum: Bergbauwelt Ridnaun Schneeberg

Maiern 48 - 39040 Ridnaun (1400m ü.d.M.)
Tel: +39 0472 656364 Fax: +39 0472 656404
ridnaun.schneeberg(at)bergbaumuseum.it - www.ridnaun-schneeberg.it

Der Schneeberg ist eines der höchstgelegenen Bergwerke Europas und das am längsten fördernde Erzbergwerk im Alpenraum. Im Gebirgszug zwischen Ridnaun und Passeier erstreckte sich die Erzlagerstätte von 2.000 bis 2.650 m. Heerscharen von Bergbauarbeitern förderten in knapp einem Jahrtausend wertvolles Silber, Blei und Zink unter extremsten klimatischen und arbeitstechnischen Bedingungen zu Tage. Sie gruben dabei ein Labyrinth von ca. 130 - 150 km von Stollen, Schächten und Strecken. Die Blüte des Bergbaus führte zum Bau der weltweit größten Erz-Übertage-Förderanlage auf Schienen, die zum Großteil heute noch erhalten ist. Könige, Fürsten und Bischöfe gelangten zu Macht, Ruhm und Reichtum, während unzählige Knappen bereits in jungen Jahren ihr Leben lassen mussten. Trotzdem waren die Bergleute stolz auf ihre Arbeit und ihren Stand. Sie pflegten mit Bedacht ihre Tradition und Kultur, die heute noch in der Bevölkerung des Ridnauntals verwurzelt ist. Das Bergwerk schloss nach einer ruhmreichen Geschichte 1985 seine Tore und wurde wohl zu einem einzigartigen Besucherbergwerk ausgebaut.
Die gesamte Produktionskette eines Bergwerks ist hier noch erhalten geblieben: Vom Erzabbau über den mühsamen Transport bis zur Erzaufbereitung zeigt das Erlebnismuseum den gesamten Prozess und die technische Entwicklung der letzten 800 Jahre.

"Schneeberg Kompakt" ist ein etwa 2-stündiger Museumsrundgang für all jene, die das Erlebnismuseum Schneeberg zum ersten Mal besuchen. Die Führung beinhaltet die permanente Ausstellung über 800 Jahre Bergbau am Schneeberg mit einem eindrucksvollen Schaustollen im Berg, in welchem die Besucher alle seit dem Mittelalter angewandten Abbau- und Fördermethoden, sowie originale Maschinen hautnah erleben können. Hierbei bekommt man einen Eindruck von den schweren Arbeitsbedingungen unter Tage. Weiter geht der Museumsrundgang über die imposanten Bereiche der Erzaufbereitung und Flotationsanlagen.
Diese kompakte Führung ist mit Hilfestellung auch für Besucher mit Behinderungen zugänglich: Die markantesten architektonischen Hindernisse entlang des Museumsrundganges sind steile Verbindungswege zwischen den Ausstellungsbereichen (einige kürzere Abschnitte weisen eine Steigung von bis zu 18% auf), sowie eine Rampe mit einer Steigung von 25% im Zugangsbereich zur Flotationsanlage. Führungen beginnen jeweils um 9.30Uhr, 11.15Uhr, 13.30Uhr, 15.15Uhr.

“Schneeberg Abenteuer Schicht” und “Schneeberg Bergbauwelt“ sind zwei weitere anspruchsvolle Besuchertouren, die den harten Arbeitsalltag der Knappen veranchaulichen:Die Tour beginnt um 9.30 Uhr oder nach Vereinbarung mit der Führung „Schneeberg Kompakt“. Nach einer kurzen Mittagspause werden Sie mit der vollen Bergmannsausrüstung (Stiefel, Jacke, Helm mit Stirnlampe) ausgestattet und mit dem Autobus zum Poschhausstollen hinaufgebracht. Dort, auf 2.000 m Höhe, fahren Sie mit der originalen Grubenbahn in den 3½ km langen Poschhausstollen ein. Unter Tage angekommen erwartet die Besucher ein abenteuerlicher Rundgang durch Schächte, Wasserläufe, Engstellen und Schrägaufbrüche. Zurück geht die Tour wieder mit der Grubenbahn und dem Autobus bis zum Museumsgelände. Die Führungen “Schneeberg Abenteuer Schicht” und “Schneeberg Bergbauwelt“ sind für Personen, die an Platzangst oder an Schimmelallergie leiden nicht geeignet. Die Führung beginnt um 9.30Uhr oder nach Vereinbarung mit der Führung „Schneeberg Kompakt“.
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